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Strassenverkehrssteuern und EV-Zulassungskosten in DACH 2026

26.3.20260 Aufrufe

Analyse der sich ändernden Strassensteuern und Zulassungskosten für Elektroautos in der Schweiz, DACH und den Benelux-Staaten. Wie das Fahrzeuggewicht und kantonale Regelungen die Kosten 2026 beeinflussen.

Wichtigste Erkenntnisse (TL;DR)

Analyse der sich ändernden Strassensteuern und Zulassungskosten für Elektroautos in der Schweiz, DACH und den Benelux-Staaten. Wie das Fahrzeuggewicht und kantonale Regelungen die Kosten 2026 beeinflussen.

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Ende der Steuerprivilegien für EVs: Änderungen 2026

Seit 2024 wurde die 4-prozentige Automobilsteuerbefreiung für EVs in der Schweiz abgeschafft. 2026 sehen wir eine weitere fiskalische Verschärfung in der DACH- und Benelux-Region. Die Ära der steuerfreien EV-Nutzung endet, da Regierungen die durch sinkende Kraftstoffsteuern entstandenen Lücken schliessen müssen. In der Schweiz modifizieren Kantone wie Zürich oder Bern ihre Tarife und ersetzen vollständige Befreiungen durch Rabatte. In Deutschland läuft die 10-jährige Kfz-Steuerbefreiung aus, und die Benelux-Staaten führen gewichtsbasierte Steuern ein. Käufer müssen die Rentabilität genau berechnen.


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Zulassungsverfahren und Gebühren: Initialkosten

Die Immatrikulation in der Schweiz beinhaltet relativ geringe Initialkosten für Fahrzeugausweis und Kontrollschilder (50-100 CHF). Obligatorisch ist der elektronische Versicherungsnachweis, und bei Import-Gebrauchtwagen wird die MFK fällig (60-120 CHF). In Deutschland kostet die Zulassung 30-60 EUR zzgl. Schilder. In den Niederlanden fällt bei Importen die BPM-Steuer an, die nun eine feste Zulassungsgebühr beinhaltet. Das Verständnis dieser Basiskosten ist für das Budget entscheidend.


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Einfluss des Fahrzeuggewichts auf die Strassensteuer

Ein wesentlicher Wandel in der DACH- und Benelux-Region ist der Übergang von CO2-basierten zu gewichtsbasierten Steuern. EVs sind aufgrund der Batterien 20-30% schwerer. In vielen Schweizer Kantonen (z.B. Luzern, Bern) kann ein schwerer E-SUV (2.5 t) 600-800 CHF jährlich kosten. In den Niederlanden zahlen EV-Besitzer ab 2026 die volle Strassensteuer (MRB), was bei schweren Autos 1000 EUR übersteigen kann, trotz temporärer Batterieabzüge. Der Trend ist klar: Schwerere Autos zahlen mehr für die Infrastrukturnutzung.


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Wann lohnt sich ein EV noch? Fazit für Käufer

Macht der Kauf eines EV 2026 noch wirtschaftlich Sinn? Ja, je nach Nutzerprofil, Kanton/Land und Fahrzeug. Kompakte EVs (unter 1.8 t) profitieren weiterhin von niedrigeren Steuern und einem besseren TCO, besonders bei Heilladung. Die Schweizer Kantone unterscheiden sich stark, daher sind lokale Regelungen wichtig. Höhere gewichtsbasierte Steuern können durch niedrigere Servicekosten und günstige Energie ausgeglichen werden. Die Zeiten des "steuerfreien" EV-Fahrens sind jedoch vorbei. Der Markt normalisiert sich.